alpha-board ist umgezogen

Im Juli 2018 stand es fest, wir ziehen um. Weg von der Backfabrik am Alex hin zur Landsberger Allee.

Wir haben unseren alten Standpunkt in der Backfabrik an der Saarbrücker Strasse lange Zeit sehr gemocht. Aber unsere Miete hat sich seit dem Einzug vor knapp 12 Jahren mehr als ver-fünf-facht. Und auch mit dem Umfeld waren wir nicht mehr ganz glücklich - die vorgeblich kosmopolitischen, weltoffenen Mitarbeiter der Startups dort sprechen in Wirklichkeit nur eine Sprache (englisch) und feiern Weihnachten auf einem eigens für sie errichteten und durch Security gesicherten Weihnachtsmarkt im Hof der Backfabrik. Wir mögen’s einfach etwas egalitärer.

Also begaben wir uns auf Raumsuche. Die zog sich länger hin als geplant. Denn wie Wohnraum sind auch Gewerbemieträume in Berlin Mangelware. Alles innerhalb des S-Bahnrings, egal in welchem verschimmelten Zustand es sich befand, kostete mehr als 20€ pro m². Wir suchten nach etwas Bezahlbarem, bei dem unser ganzes Team nicht nur für den Vermieter ackert. Wir suchten nach ca. 350 m², die auch noch schick aussehen sollten, am liebsten am S-Bahnring, in östlicher oder nördlicher Richtung vom Alexanderplatz (und alles dazwischen).
Nach mehreren Anläufen, von denen einer kurz vor der Unterschrift scheiterte, fanden wir etwas, das in den meisten Punkten unseren Vorgaben entsprach. Unsere neuen Räume befinden sich in der Oderbruchstraße 14 in fußläufiger Nähe zum S-Bahnhof Landsberger Allee.

Bis wir unsere neuen Räume beziehen konnten, dauerte es noch eine Weile. Die neue Immobile wurde saniert und nach unseren Wünschen komplett entkernt und umgebaut. Nach der Lektüre von Peopleware von DeMarco/Lister, das übrigens vor mehr als 30 Jahren erschien, wollte unser Chef lieber viele kleine Räume als ein großes Open Office (auch das ein Bruch mit der Backfabrik). Ungestörtes Arbeiten war das Ziel und das lässt sich laut DeMarco/Lister messen, indem man festhält, wie oft am Tag man es schafft, 30 Minuten am Stück ungestört zu sein. Im Open Office in der Backfabrik, dass wir ja auch noch mit einem Untermieter geteilt hatten, lag unser Meßwert diesbezüglich bei Null. In der Oderbruchstraße ist die maximale Raumbelegung bei vier Leuten, allerdings ist das nur ein Raum. In den meisten Räumen arbeiten zwei oder drei unserer Leute. Rückzugsräume gibt es auch, die Küche hat Tür und Fenster.

Wir hatten selber auch noch einiges zu tun: Ordnung schaffen in unseren Schränken, Ablagen, Kellern und Regalen. Am Ende sollten wir in Summe ca. 15 Kubikmeter Müll wegschmeißen (einen gewissen Teil davon in extra bestellten Datentonnen, in denen die Akten datenschutzgerecht vernichtet wurden).
Für den Umzug selber war eine Woche angedacht:

  • Zwei Tage einpacken
  • ein Tag Umzug
  • zwei Tage auspacken
  • Der Plan ging fast auf (wir brauchten aber zwei Wochen) und die meisten Sachen waren schnell an ihrem neuen Platz in unseren neuen Räumen. Allerdings fehlten lange Zeit die Türen für alle Zimmer, weil die verspätet geliefert wurden. Und der Ausbau ist bis jetzt immer noch nicht ganz fertig.
    Aber seit Anfang Dezember sind wir nun in unseren Räumen zu finden.


    Oderbruchstraße 14

    Das ist unsere neue Adresse. Die Räume sind nicht ganz so hoch wie in der Backfabrik, was sie etwas dunkler erscheinen lässt (dafür aber im Winter schneller warm geheizt). Alles wurde extra für uns neu gebaut und sieht natürlich sehr schick aus. Mittlerweile sind die Türen da und hier kehrt wirklich Ruhe ein. Ich selber kriege es am Tag gefühlt mind. dreimal hin, für 30 Minuten am Stück ungestört zu sein.

    Das Mittagsangebot ist hier natürlich nicht so erstklassig wie an der Prenzlauer Allee / Saarbrücker Straße. Dafür haben wir jetzt aber auch eine wirklich schicke Küche und kochen mehr (und hoffen darüber hinaus, dass viele andere Firmen die Flucht vor überteuerten Mieten in unsere neuen Gefilde antreten und ihre Mitarbeiter den Druck auf die lokalen Gastro-Unternehmer erhöhen, hochwertiges Essen zuzubereiten). Für fast alle Mitarbeiter hat sich der Arbeitsweg verkürzt - und in Summe finden wir, dass alles hier viel mehr dem entspricht, was wir sind. Viel, viel eher als da in Mitte an der Backfabrik.

    Kommt uns besuchen und überzeugt euch selber!

    Hier noch einige Umzugsimpressionen:

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